Hamburg, 30. Januar 2026

Jahresauftakt 2026: Ein Abend mit Ausblicken für Private Equity in Europa

Bei Astorius bringen wir seit vielen Jahren Menschen zusammen, die den Private-Equity-Markt aus unterschiedlichen Perspektiven prägen, egal ob als Investor, Unternehmer oder Berater.

Unser Jahresauftakt im Hafen-Klub Hamburg ist dabei zu einem festen Termin geworden, zu dem Vertreter der M&A-Szene und Freunde des Hauses für einen gemeinsamen Rückblick und Ausblick auf das Marktumfeld für Private Equity-Investitionen zusammenkommen. Im diesjährigen Panel-Gespräch mit unserem Beirat Dr. Matthias Lupp (LUPP + PARTNER), Nils Lüssem (Apheon) und Carsten Kniephoff (AC CHRISTES) ging es um aktuelle Marktentwicklungen, Chancen im Small-Cap-Markt und die Frage, wie sich Investmentstrategien 2026 verändern werden.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Panel haben wir in diesem Blog-Beitrag für Sie zusammengefasst. In dem Video und den Bildern des Abends finden Sie Eindrücke von dem, was Astorius ausmacht: echter Austausch auf Augenhöhe, langfristige Beziehungen und die Zusammenführung unterschiedlicher Expertisen aus dem Markt.

Video-Rückblick: Das war unser Jahresauftakt 2026.

Private Equity im Jahr 2025: Weniger Abschlüsse, höhere Anforderungen.

Von links nach rechts: Dr. Matthias Lupp (LUPP + PARTNER), Carsten Kniephoff (AC CHRISTES), Nils Lüssem (Apheon) und Oskar Volkland (Astorius)

Das Panel zeichnete 2025 nicht als Jahr des Stillstands, sondern als eines selektiverer Investments. Viele Transaktionsprozesse wurden angestoßen, deutlich mehr Deals jedoch im Verlauf abgebrochen. Entscheidend waren weniger fehlende Nachfrage als vielmehr Diskrepanzen bei Preisvorstellungen, Asset-Qualität und Umsetzbarkeit.

Modelle, Annahmen und Due-Diligence-Ergebnisse wurden nach Einschätzung der Panelisten intensiver geprüft als in den Vorjahren. Transaktionen kamen auch weiterhin zustande, aber vor allem dort, wo Qualität, Struktur und Bewertung perfekt zusammenpassten.

Small-Caps kamen besser durch 2025.

Ein zentrales Thema im Panel: die Attraktivität des Small-Cap-Segments. Hier zeigen sich die Vorteile eines aktiven, operativen Investmentansatzes besonders deutlich: kürzere Entscheidungswege, größerer Gestaltungsspielraum und konkrete Hebel zur Wertsteigerung. Diese Einschätzung deckt sich mit der Investmentstrategie von Astorius. Der Fokus auf Small-Cap-Investments ermöglicht es, operative Wertentwicklung eng zu begleiten und gezielt voranzutreiben.

Außerdem bieten sich für kleine Unternehmen mehr und flexiblere Exit-Möglichkeiten im Vergleich zu größeren Transaktionen. Das gilt insbesondere in einem Marktumfeld, das selektiver geworden ist.

Bestimmt der Fundraising-Zyklus den Mut zum Investment?

Ein besonders spannender Aspekt: Warum sind Beteiligungen in „anspruchsvollen“ Branchen seltener geworden? Die Panel-Einschätzung überraschte. Der Grund liegt weniger in fehlender Überzeugung als im Fundraising-Timing.

Während Fonds neues Kapital einsammeln, stehen ihre Investitionen unter verschärfter Beobachtung durch potenzielle Investoren. Das gilt besonders für Manager, die aufgrund ausbleibender Exits ohnehin kritischer beäugt werden. Komplexe oder erklärungsbedürftige Transaktionen lassen sich dann schwerer vermitteln, weshalb viele Teams auf vermeintlich sichere Geschäftsmodelle ausweichen.

Die Folge: Eine ganze Reihe von Fonds verbleibt aktuell länger im Fundraising und konzentriert sich parallel auf dieselben Branchen. In Segmenten wie z.B. Standard Software, Cybersecurity oder Planungsbüros entsteht dadurch intensiver Wettbewerb, der die Bewertungen hochtreibt und am Ende möglicherweise genau das Gegenteil der angestrebten Sicherheit erzeugt.

Für selektive Manager entstehen so attraktive Nischen in weniger populären Branchen, in denen sie deutlich günstiger investieren können.

2026: Mehr Bewegung, neue Chancen.

Der Ausblick auf das Transaktionsjahr 2026 fiel vorsichtig optimistisch aus. Längere Haltedauern erhöhen zunehmend den Druck auf Exits. Das führt zu realistischeren Bewertungen und strukturierteren Verkaufsprozessen, die für frisches Kapital neue Einstiegsmöglichkeiten schaffen.

Gleichzeitig entwickeln sich Märkte stark unterschiedlich. Auf sektoraler Ebene zeigen Branchen wie Software, Healthcare und Life Sciences weiterhin aktive Käufermärkte und attraktive Exit-Perspektiven, während andere Sektoren herausfordernd bleiben. Regional heben sich Südeuropa-Märkte wie Portugal, Italien und Spanien durch höhere Dynamik vom deutschen Markt ab. Diese Entwicklung dürfte 2026 anhalten.

Für Investoren bedeutet das: Geographische und sektorale Diversifikation, Selektivität und klare Positionierung gewinnen weiter an Bedeutung.

Sie möchten mit uns in handverlesene Smallcap-Fonds in Europa oder Nordamerika investieren? Die neue Fondsgeneration aus ACF XI (USA) und ACF XII (Europa) bietet zwei regionale Möglichkeiten, genau dies zu tun.

Eine Übersicht der aktuell investierbaren Fonds finden Sie hier.

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