Hamburg, 10. Juni 2026

Astorius auf der SuperReturn 2026

Die SuperReturn ist das größte Branchentreffen der globalen Private-Equity-Welt, und für uns ein fester Termin im Jahreskalender. Nirgendwo sonst sprechen wir in so kurzer Zeit mit so vielen Fondsmanagern und Branchenexperten. In Juni waren wir mit einem achtköpfigen Team vor Ort.

2024 drehte sich auf der Konferenz alles um die Frage, wann der Markt sich dreht. 2025 dominierten Exitdruck, Continuation Funds und ein schwieriges Fundraising-Umfeld die Gespräche (private banking magazin, „Die Super Return 2025 – und die Suche nach dem Exit“). Wir sind in diesem Jahr mit anderen Fragen nach Berlin gefahren und haben fünf Kollegen gebeten, uns vorab einen Einblick in ihre Fragen zu geben. Hier eine Auswahl:

Georg Remshagen, Managing Partner und Leiter des Analyse-Teams

Vor wenigen Jahren war Impact noch das Gebot der Stunde. Heute dominieren Defence und Dual-Use die Gespräche. Ist das strategische Neuausrichtung, oder folgt Kapital einfach dem nächsten Hype?

Zlatina Panayotova, Investment Director 

Private-Equity-Portfolio-Unternehmen haben einen strukturellen Vorteil: Sie implementieren KI schneller als ihre Wettbewerber, mit aktivem GP-Support, Kapital und Netzwerk im Rücken. Wird Private Equity damit zum Beschleuniger in der KI-Transformation des Mittelstands?

Marius Schoenenberg, Senior Associate

Erfahrene Manager verlassen etablierte GPs und gründen eigene Fonds. Mit klarem Fokus und tiefem Sektor-Know-how verändern sie den Wettbewerb um Kapital und Deals. Was bedeutet das für die etablierten Player?

Oliver Beer, Associate

Private Equity lebte von Informationsasymmetrien, exklusivem Deal Flow und starken Netzwerken. Heute macht KI Daten schneller und breiter zugänglich als je zuvor. Wenn jeder GP dieselben Informationen zur gleichen Zeit hat, wie lässt sich echter Wettbewerbsvorteil noch aufrechterhalten?

Max Berninghaus, Investment Director

Die Frage ist nicht, ob KI Portfoliounternehmen verändert, sondern ob GPs rechtzeitig reagieren. Überarbeiten GPs ihre Geschäftsmodelle? Schreiben sie Wertschöpfungspläne neu? Bauen sie eigene KI-Kompetenz auf?

Nach der Konferenz haben wir die Kollegen gebeten, ihre Erkenntnisse zu jeder der fünf Fragen zusammenzufassen. Bei der Frage von Georg Remshagen zu Impact und Defence zeigte sich: Kapital folgt weiterhin der Aufmerksamkeit, aber wir haben weniger spezialisierte Defence-Fonds gesehen als vielmehr eine Erweiterung bestehender Sektorstrategien. Für unsere Selektion ist das zweitrangig, entscheidend bleibt die Fähigkeit eines Fondsmanagers, operative Wertschöpfung zu liefern, unabhängig vom Thema.

Bei KI im Mittelstand, der Frage unserer Kollegin Zlatina Panayotova, bestätigte sich, dass PE-gestützte Unternehmen einen strukturellen Vorteil haben, weil ihnen Kapital, operative Begleitung und ein aktiver Eigentümer zur Verfügung stehen. Ein Panelist brachte es auf den Punkt: KI sei ein Thema für die Geschäftsführung, kein IT-Projekt.

Marius Schoenenbergs Frage zu neuen First-Time-Funds? Hier sehen wir eine größere Spreizung im Markt: Name und Track Record allein reichen nicht mehr, entscheidend ist eine klare Investmentthese mit echter Sektortiefe. Genau hier zeigt sich, warum Erfahrung und Differenzierung im Small-Cap-Segment den Unterschied machen.

Beim Thema Informationsvorsprung des Kollegen Oliver Beer zeigte sich, dass KI zwar Daten für alle Marktteilnehmer schneller zugänglich macht, das eigentliche Urteilsvermögen aber weiterhin aus Beziehungstiefe und operativer Bewertungskompetenz entsteht, also aus genau den Fähigkeiten, die wir seit Jahren in unserer Fondsanalyse einsetzen.

Und bei der KI-Readiness der Portfoliounternehmen, der Frage von Max Berninghaus, zeigte sich: Die Frage ist nicht mehr, ob ein Fondsmanager KI einsetzt, sondern ob daraus messbare Ergebnisse entstehen. Das ist ein Aspekt, den wir bereits fest in unsere Analyse integriert haben.

Unsere Einordnung der Konferenz fand auch außerhalb der eigenen Kanäle Gehör. Im private banking magazin ordnete unser Managing Partner Julien Zornig die Woche so ein: Die SuperReturn 2026 habe ein strukturelles Problem der Branche schärfer konturiert, denn Wachstum mache Private Equity sichtbarer und damit auch angreifbarer. Tatsächlich versammelte sich außerhalb des Konferenzhotels ein organisiertes Protestbündnis. Für Julien Zornig ist das kein Betriebsunfall, sondern Folge einer bewussten Öffnung der Branche in Richtung Retailmarkt und breiterer Investorenbasis. Auf der Hauptbühne fiel zudem ein Satz, dem niemand widersprach: „Large Cap Private Equity is just Beta.“ Größe wird in Teilen des Marktes zum Renditeproblem, ein Muster, das sich nach Julien auch bei KI zeigt: Nicht Größe, sondern Spezialisierung scheint der entscheidende Erfolgsfaktor zu sein (private banking magazin, „Die Super Return 2026 – zwischen KI-Hype und Bewertungsrealität“).

Für uns bestätigt diese SuperReturn-Woche, warum wir seit über einem Jahrzehnt ausschließlich im Small-Cap-Segment unterwegs sind. Während die Branche insgesamt größer und sichtbarer wird, bleibt unser Fokus unverändert eng: die besten Fondsmanager finden, nicht die größten, und mit ihnen als Partner investieren.

Auch Sie möchten mit uns in handverlesene Smallcap-Fonds in Europa oder Nordamerika investieren? Die neue Fondsgeneration aus ACF XI (USA) und ACF XII (Europa) bietet zwei regionale Möglichkeiten, genau dies zu tun.

Eine Übersicht der aktuell investierbaren Fonds finden Sie hier.

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